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Vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher?

« So gelingt der Start in den Tag »

Es gibt Menschen, die sehr ungern früh aufstehen. Ohne Wecker würden Sie nicht wach werden. Sie benötigen immer etwas Anlauf, um aufzustehen, wach zu werden, leistungsfähig zu sein. Vor allem im Herbst und Winter fällt jenen sogenannten Morgenmuffeln dies noch schwerer. Im krassen Gegensatz dazu steht eine andere Gattung gern früh auf und begrüßt den Tag mit einem Lächeln. Es handelt sich um Frühaufsteher…

Der Unterschied zwischen Morgenmuffel und Frühaufsteher

Ob Sie zu den Morgenmenschen gehören, also Frühaufsteher sind, das können die meisten Menschen nur bedingt beeinflussen, da es anlagebedingt ist. Welcher Mensch zu welchem Typ gehört, lässt sich laut Forschern aus dem Forschungszentrum Jülich sogar anhand der Signalübertragung in der Substantia alba (weiße Hirnsubstanz) im Gehirn erkennen. Diese zeigt bei Morgenmuffeln deutliche Differenzen gegenüber dem typischen Frühaufsteher. Das Schlafdefizit, das bei einem Nachtmenschen, sprich Morgenmuffel, entsteht, ist mit einem Dauerjetlag zu vergleichen.

© Africa Studio / Fotolia.com
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Dieser kann jedoch mit langem Ausschlafen an den Wochenenden ausgeglichen werden, was auch die meisten Nachtmenschen tun. Wochentags ist es jedoch schwierig lange zu schlafen, da sich die Arbeitszeiten leider nicht nach unserem Biorhythmus richten. Deshalb haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, am frühen Morgen in einer angemessenen Zeit munter zu werden.

Tipps, die das Wachwerden erleichtern

Stehen Sie rechtzeitig auf

Für Morgenmuffel ist es zwar hart, frühzeitig aufzustehen, doch, wenn Sie sich in der Früh auch noch abhetzen müssen, geraten Sie nur unter Stress. Damit verbessert sich die Laune natürlich wenig.

© Rido / Fotolia.com
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Stellen Sie deshalb den Wecker entsprechend so ein, dass Sie noch Zeit für ein Morgenmuffel-Frühstück haben.

Frühstücken Sie richtig

Ein gutes Frühstück mit den richtigen Lebensmitteln hilft dem Morgenmuffel, wach zu werden. Auch Frühaufsteher leiden sicher nicht unter einer ausgewogenen Ernährung. Das Frühstück trägt dazu bei, dass Sie sich auch am Tag voller Energie und gesund fühlen. Essen Sie hingegen das Falsche am Morgen, so werden Sie tagsüber träge und fühlen sich müde. Das wäre genau das, was Sie vermeiden möchten.

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Das richtige Frühstück sollte zum Beispiel einige dieser Lebensmittel beinhalten:

  • Obst
  • Joghurt
  • Müsli
  • Vollkornbrot
  • Eier
  • mageres Putenfleisch
  • mageren Schinken
  • Haferflocken
  • grünes Gemüse, eventuell in Form eines grünen Smoothies

Falls Sie am Morgen jedoch noch nicht essen können, trinken Sie wenigstens etwas Gesundes, Nahrhaftes. Damit können Sie schon einmal den Flüssigkeitsmangel ausgleichen, der nachts entstanden ist. Spezielle Frühstückssäfte, die mit Ballaststoffen angereichert wurden, sind ideal.

Lassen Sie Licht ins Zimmer

Die Produktion von Melatonin, das sogenannte körpereigene Schlafhormon, wird durch den Einfluss von Licht gehemmt. Deshalb ist es wichtig, dass Morgenmuffel gleich nach dem Aufwachen im Schlafzimmer ihre Vorhänge aufziehen. Damit fällt Licht ins Zimmer, das munter macht.

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Im Winter ist es in der Früh natürlich noch dunkel. In dieser Jahreszeit können Sie eine spezielle Tageslichtlampe verwenden. Diese Lampe sollte über eine Helligkeit von mindestens 5000 Lux verfügen. Sie simuliert Tageslicht und signalisiert damit dem Körper, dass es Zeit wird, aufzustehen.

Verschaffen Sie sich Bewegung

Beim Wachwerden hilft Bewegung, denn diese bringt den Kreislauf in Schwung.

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Falls Sie nicht viel Zeit für Frühsport haben, reichen auch Atemübungen aus, um Ihren Energielevel anzuheben.

Gehen Sie an die frische Luft oder öffnen Sie das Fenster

Frische Luft macht den Geist wach. Es ist im Winter sicherlich keine leichte Übung, am frühen Morgen an die frische Luft zu gehen, kurz nachdem Sie aufgestanden sind. Versuchen Sie aber wenigstens Ihren Kopf aus dem Fenster zu strecken und einen tiefen Atemzug zu nehmen. Sie werden dabei bemerken, wie Ihnen die frische Luft Kraft spendet.

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Im Sommer fällt es dem Morgenmuffel bestimmt leichter, frische Luft am Morgen zu genießen – zum Beispiel bei einem Frühstück auf der Terrasse oder am offenen Fenster. Sie können ganz in Ruhe Ihre Tasse Kaffee oder Tee trinken und dem neuen Tag entgegenlächeln, ganz so als wären Sie Ihr Leben lang Frühaufsteher gewesen.

Duschen Sie kalt oder schließen Sie Ihre Dusche mit einem kalten Guss ab

Am Morgen kalt duschen, das will gelernt sein. Das kann nicht jeder. Das kalte Wasser bedeutet eine effektive, wenn auch kurze Stresssituation für den Körper. Dabei werden Morgenmuffel in jedem Fall munter. Doch Sie müssen nicht gleich mit ganz kaltem Wasser beginnen, sondern können für den Anfang auch erst einmal lauwarmes Wasser verwenden. Oder Sie duschen erst warm und dann kalt, um sich daran zu gewöhnen.

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Für eine kalte oder kühle Dusche beginnen Sie behutsam mit kühlem Wasser an Beinen und Füßen, und zwar erst rechts und anschließend links. Chronisch Herzkranke müssen zuvor ihren Arzt fragen, ob sie kalt duschen dürfen.

Pflegen Sie Rituale

Es dauert einige Zeit, bis Morgenmuffel sich an eine neue Aufstehzeit gewöhnt haben. Aller Anfang ist da besonders schwer und gerade im Zusammenleben mit dem typischen Frühaufsteher lassen sich Konflikte schlecht vermeiden, die mit etwas Abstand sehr trivial anmuten. Mithilfe von Ritualen gelingt die Gewöhnungsphase leichter.

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Manche Menschen mögen es, jeden Morgen die Zeitung zu lesen und dabei eine Tasse Kaffee zu trinken. Schaffen Sie sich Ihr eigenes Ritual nach dem Aufstehen, auf das Sie sich freuen. Dabei sollte das Ritual jedoch nicht mehr als fünf bis zehn Minuten in Anspruch nehmen. So fällt Ihnen das Aufstehen leichter und Ihr Biorhythmus gewöhnt sich nach einiger Zeit daran.

Stellen Sie Musik an, die Sie gern mögen

Musik macht munter und wirkt beschwingend, vor allem die, die Sie mögen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie eine Lautstärke einstellen, die sich auch zum Wachwerden eignet und Sie nicht sofort sprichwörtlich aus dem Bett fallen, sobald die Musik ertönt.

© Antonioguillem / Fotolia.com
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Was ihnen beim Wachwerden hilft, müssen Sie natürlich ein Stück weit selbst herausfinden. Vielleicht gibt es bestimmte Kombinationen von Tätigkeiten und Abläufen, die Sie besonders mögen und die Sie wach machen. Versuchen Sie immer, den Tag ausgeglichen zu starten und nicht in Stress zu geraten. In einigen Tagen wird es Ihnen bestimmt nicht mehr so schwer fallen, früh aufzustehen.