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Was zeichnet eine orthopädische Matratze aus?

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In der heutigen Zeit leiden viele Menschen an Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen oder anderen Wirbelsäulenerkrankungen. Eine gute Matratze kann ihnen helfen, diese Beschwerden zu lindern und weiteren Problemen vorzubeugen. Allerdings gibt es bei der Auswahl der geeigneten orthopädischen Schlafunterlage wichtige Punkte zu beachten.

Was ist eine orthopädische Matratze?

Eine orthopädische Matratze unterstützt die Bandscheiben, die Wirbelsäule und die ansetzenden Muskeln, sodass Sie sich ausgiebig entspannen und regenerieren können. Sie verteilt vor allem den Druck, der beim Liegen auf Gelenke, Bandscheiben und Wirbelsäule entsteht, über die gesamte Matratzenfläche. So kann sie sich den Konturen des Körpers besser anpassen, während dieser entlastet wird und in einer anatomisch natürlichen Position liegt. Damit erhöht eine orthopädische Matratze den Liegekomfort erheblich und sorgt für einen erholsamen und gesunden Schlaf.

Was ist eine orthopaedische Matratze
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Eine Matratze ist dann orthopädisch, wenn sie sich aufgrund ihrer Punktelastizität den Konturen des Körpers anpasst, ohne zu viel nachzugeben, während sie die Wirbelsäule ausrichtet und das Becken stabilisiert. Sie ist nicht zu weich und nicht zu hart. Dabei bietet sie eine richtige rückenfreundliche Schlafposition, indem die Wirbelsäule in seitlicher Position horizontal und gerade liegt und nicht abgeknickt wird.

Viele orthopädische Schlafunterlagen werden mit 7 Zonen hergestellt, die spiegelsymmetrisch aufgebaut sind:

  1. Bereich für Kopf und Nacken
  2. Schulterzone
  3. Lendenwirbelzone
  4. Becken (Spiegelebene)
  5. Unterstützende Zone = Lendenwirbelzone
  6. Weiche Zone = Schulterzone
  7. Mittelfeste Zone = Kopf-Nacken-Bereich

Eine 7-Zonen-Matratze kann gedreht werden, ohne ihre Funktion zu verlieren. Manche Schlafunterlagen verfügen auch nur über 5 Zonen, deren Bereiche dann etwas ausgeprägter sind.

Welche gängigen Materialien für orthopädische Schlafunterlagen gibt es?

Orthopädische Schlafunterlagen bestehen meist aus Viscoschaum, Kaltschaum und Naturlatex oder aus einer Kombination davon. Viscoschaum und natürlicher Latex bieten dabei die besten Eigenschaften.

Kaltschaum

Das Material hat eine offenporige Zellstruktur, die eine hohe Rückstellbarkeit, Feuchtigkeitsregulierung, Atmungsaktivität und Punktelastizität hervorruft. Kaltschaum wird häufig mit verschiedenen Schnitttechniken versehen, um spezielle Eigenschaften zu gewährleisten. Meist wird er auch in Kombination mit viscoelastischem Schaum verwendet.

Orthopaedische Matratze Lotus aus Kaltschaum von Irisette

Viscoschaum

Das weiche, feuchtigkeitsausgleichende und atmungsaktive Material, das ursprünglich von der NASA für die Raumfahrt entwickelt wurde, verfügt über eine hohe Punktelastizität. Dadurch gleicht es den Körperdruck über die gesamte Fläche der Schlafunterlage gleichmäßig aus. Mit diesem Effekt werden stärker belastete Körperzonen wie Gelenke, Schultern und Becken entlastet, damit sie sich ausgiebig regenerieren können.

Orthopaedische Matratze Moonlight Spezial von Elza

Naturlatex

Das sehr formbeständige Material, bestehend aus vulkanisiertem und aufgeschäumtem Kautschuk, besitzt ein hohes Raumgewicht, eine hohe Punktelastizität und eine anschmiegsame Konsistenz. Damit ist dieses Material ebenso prädestiniert für orthopädische Unterlagen.

Mehrzonen Matratzenkern aus 100 Prozent Naturlatex

Was sind die Merkmale einer guten orthopädischen Matratze?

  1. Gute orthopädische Schlafunterlagen drücken die Wirbelsäule in der Seitenlage nicht zusammen, sodass sie ihre anatomisch bedingte doppelte S-Krümmung beibehalten kann.
  2. Die Unterlage ist nicht zu hart, damit sich Schmerzen im Rücken und Nacken beim Liegen nicht noch verstärken. Sie ist jedoch auch nicht zu weich, um die Wirbelsäule sowohl in der Rückenlage als auch in der Seitenlage nicht durchhängen zu lassen.
  3. Sie verfügt über eine Schulterabsenkung, sodass sie in jeder Schlafposition gesunden und harmonischen Schlafkomfort bietet. Das bedeutet, dass sie in diesem Bereich etwas weicher gearbeitet ist.
  4. Ebenso gibt sie in der Hüftzone nach, sodass vor allem Menschen mit Ischiasbeschwerden oder Rückenschmerzen ein wohliges Gefühl beim Liegen spüren und ihre Beschwerden gelindert werden.
  5. Eine gute orthopädische Schlafunterlage ist aus punktelastischen Materialien gefertigt.

Worauf sollte beim Kauf einer orthopädischen Matratze geachtet werden?

Richtiger Härtegrad

Neben Schlafgewohnheiten und dem eigenen Empfinden ist der richtige Härtegrad beim Kauf einer Schlafunterlage sehr wichtig. Er ist meist durch eine Gewichtsangabe spezifiziert.

Richtiger Haertegrad bei Matratzen
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Punktelastisches Material

Die Schlafunterlage sollte möglichst keine normale Federkernmatratze sein, da sich ihre Metallfedern aufgrund ihrer runden Form nicht so perfekt an die Konturen des menschlichen Körpers anpassen können. Vor allem bereiten die Federn mancher Person mit Bandscheibenvorfall große Probleme. Taschenfederkernmatratzen sowie Kaltschaummatratzen und Unterlagen aus Naturlatex oder Viscoschaum haben eine bessere Punktelastizität, sodass der Körper dort einsinken kann, wo er aufliegt, während er an den anderen Stellen gestützt wird. Punktelastische Materialien sorgen für nachhaltige Linderung von körperlichen Beschwerden.

Punktelastisches Material bei Matratzen

Waschbare, atmungsaktive Bezüge

Die Bezüge der orthopädischen Schlafunterlagen sollten mithilfe von Reißverschlüssen abnehmbar und mindestens bei 60 °C waschbar sein.

Ist eine Matratzenauflage notwendig?

Für Personen mit starken Wirbelsäulenproblemen ist eine zusätzliche Matratzenauflage aus Viscoschaum sehr sinnvoll, da sie eine orthopädisch noch bessere Anpassung an die Form der Wirbelsäule bietet und zur Schmerzlinderung beitragen kann. Zudem entlastet sie die Gelenke noch besser und fördert die Durchblutung.

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Wer keine Rückenprobleme hat, kann als Vorbeugung eine Viscoauflage verwenden, vor allem bei sitzenden, stehenden oder sehr schweren Tätigkeiten, die die Bandscheiben in Mitleidenschaft ziehen. Durch die hervorragende Anpassung der Viscoschaumauflage können sie sich wieder erholen und regenerieren.

Wie soll der Lattenrost für eine orthopädische Matratze beschaffen sein?

Der Lattenrost sollte nicht starr, sondern flexibel gestaltet sein, damit er sich der Schlafunterlage bestens anpassen kann.

Lattenrost fuer eine orthopaedische Matratze
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Modelle hochwertiger orthopädischer Schlafunterlagen

Elza Naturlatexmatratze Forma Pur

Diese Naturlatexmatratze mit hohem Raumgewicht und hoher Elastizität besteht aus einem Mehrzonenkern, der sich in 5 Zonen gliedert. Sie passt sich Ihrem Körper sehr gut an, sodass sie Ihren Bandscheiben die Möglichkeit gibt, sich über Nacht wieder gut zu regenerieren, um am Tage wieder den Belastungen standzuhalten. Ihr abnehmbarer Bezug aus unverstepptem Baumwolldrell kann bei 60 °C gewaschen werden. Da sie nicht gepolstert ist, benötigen Sie zusätzlich ein Unterbett zur Klimaregulierung.

 

f.a.n. frankenstolz Luxus Viskomatratze VS

Diese komfortable 7-Zonen-Matratze besitzt einen Kombischaumkern aus Kalt- und Viscoschaum. Beidseitig ist sie mit einer klimaregulierenden Markenfaser gepolstert, sodass Sie kein Unterbett benötigen. Der hygienische und abnehmbare Medicare-Bezug lässt sich bei 60 °C in der Waschmaschine waschen.

Orthopaedische Matratze Luxus VS mit Viscoschaumkern von fan

Irisette Vitaflex Flextube 7-Zonen-Kaltschaummatratze

Diese Kaltschaummatratze bietet je nach Bedarf 7 ergonomische Liegezonen mit frei beweglichen Flextubes in unterschiedlichen Härten auf der einen Seite und auf der anderen eine 3D-Würfel-Schnitt-Technologie. Damit ist flexibler Schlafkomfort gegeben, der durch die eingearbeitete Rhombo-Therm® Komfortauflage noch erhöht wird. Darüber hinaus verfügt die Kaltschaummatratze über einen bei 60 °C waschbarem Bezug aus anschmiegsamen Baumwollvelours.

Orthopaedische Matratze Vitaflex Flextube von Irisette