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Naturmatratzen – Bio im Bett

« Da wir Menschen rund ein Drittel unseres Lebens mit Schlaf verbringen, benötigen wir eine Matratze, die uns in dieser Zeit ausgiebige Erholung bietet. Denn im Schlaf regeneriert sich unser Körper, während bestimmte Stoffwechselvorgänge ablaufen und unser Gehirn die Ereignisse des Tages verarbeitet. Matratzen aus natürlichen Materialien unterstützen diesen Regenerationsprozess. »

Was macht eine gute Matratze aus?

Hoher Liegekomfort und optimale Unterstützung der Wirbelsäulenkontur

Damit wir wirklich gesund schlafen können, muss sich unsere Schlafunterlage unserem Körper anpassen können und ein gesundes Schlafklima erzeugen. Dafür muss die Matratze unser Körpergewicht gut über ihre Fläche verteilen und überall dort nach- und haltgeben, wo Druck entsteht, zum Beispiel im Schulter- und Beckenbereich.

© germina / Fotolia.com
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Das heißt, sie muss punktelastisch sein und über ein hohes Raumgewicht verfügen. Nur so kann unsere Wirbelsäule in jeder Schlafposition ihre anatomisch korrekte Form annehmen und sich ausgiebig regenerieren. Dabei können die Bandscheiben neue Flüssigkeit aufnehmen. Deswegen gibt es Matratzen in verschiedenen Härtegraden von weich bis sehr hart, die jedoch in ihrer Bezeichnung von Hersteller zu Hersteller variieren können.

Hohe Atmungsaktivität und gesundes Mikroklima

Ein weiteres Kriterium einer guten Schlafunterlage ist die optimale Temperaturregulierung. Das bedeutet, beim Schlafen darf es weder zu kalt noch zu warm sein.

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Die Matratze sollte die optimale Verdunstung der Körperfeuchtigkeit gewährleisten und über eine hohe Atmungsaktivität verfügen. Dafür muss offenporiges Material mit vielen Belüftungskanälen eingesetzt werden. Nur so entsteht ein natürliches und gesundes Mikroklima, das den Schlaf fördert.

Hohe Verformungs- und Verschleißstabilität

Eine gute Matratze ist nicht von sogenannter Muldenbildung betroffen, sondern kehrt immer in ihren Ursprungszustand zurück.

© geografika / Fotolia.com
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Denn lang anhaltende oder bleibende Druckstellen würden ein rückenschonendes Liegen verhindern. Außerdem sollte das Material für die Matratze sowie für den Matratzenbezug verschleißfest sein.

Gesunde Schlafhygiene

Nicht nur für Hausstaubmilbenallergiker oder andere sensible Personen spielt eine gesunde Schlafhygiene eine große Rolle. Deshalb sollten die Materialien für Matratzen und Matratzenbezüge eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Milben, Bakterien und Schimmelpilze aufweisen. Außerdem sollten die Bezüge in der Waschmaschine waschbar sein.

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Alle aufgeführten Anforderungen an eine gute Matratze können Naturmatratzen allein mit natürlichen Materialien, oft aus biologischem Anbau, in vollem Umfang erfüllen.

Was sind Naturmatratzen?

Reine Naturmatratzen sind Matratzen, die ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt sind. Das heißt nicht nur ihre Matratzenkerne, sondern auch ihre Bezüge bestehen zu 100 % aus natürlichen Materialien. Damit sind sie sehr umweltfreundlich. Denn alle Materialien können der Natur zurückgegeben werden.

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Gute Naturmatratzen zeichnen sich außerdem durch einen hohen Schlaf- und Liegekomfort aus. Sie passen sich in jeder Schlafposition dem Körper an und vermitteln ein gesundes Schlafgefühl, während die Wirbelsäule druckfrei entlastet wird.

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Reine Bio-Matratzen verfügen über eine Zertifikation. Ihre Rohstoffe entstammen kontrolliert biologischem Anbau. Alle Materialien für Naturmatratzen werden auf Schadstoffe geprüft.

Gängige Rohstoffe für Naturmatratzen und ihre Vorteile

Zu den gängigen Naturmaterialien für Matratzenkerne gehören Naturlatex, Rosshaar und latexierte Kokosfaser sowie Baumwolle.

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Für die Bezüge findet meist Bio-Baumwolle Verwendung, zum Beispiel als strapazierfähiger Doppeljersey, wie in der ÖKO Planet Naturlatexmatratze Classico Solo, oder als Drell, wie in der Dormiente Naturlatexmatratze Mediform. Ebenso gern wird Bio-Baumwolle in Kombination mit Kapok verarbeitet.

Naturlatex

Naturlatex wird aus dem Rindensaft des Kautschukbaumes gewonnen. Für die Kerne der Latexmatratzen wird der Saft vulkanisiert und aufgeschäumt. Damit erhält das Material eine nachgiebige, anschmiegsame Konsistenz und eine hohe Punktelastizität.

© underverse / Fotolia.com
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Die kleinen Luftbläschen im Latexschaum erzeugen Hohlräume, die eine optimale Belüftung des Matratzenkerns bieten. Latex verfügt über ein hohes Raumgewicht und ist demnach sehr formbeständig. Da das Material antibakterielle Eigenschaften besitzt und sich Milben gut widersetzen kann, sind Naturlatexmatratzen gut für Allergiker die auf chemische Substanzen reagieren oder Neurodermitiker geeignet. Naturlatex befindet sich zum Beispiel in der Deluxe Antares Matratze von Dormiente.

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Reine Naturlatexmatratzen sind recht schwer. In Kombination mit anderen Naturmaterialien wie beispielsweise latexierter Kokosfaser erhalten sie jedoch ein geringeres Gewicht und sind damit etwas handlicher.

Rosshaar

Rosshaar wird zur Verarbeitung für Bio-Matratzen unter Wasserdampf gekräuselt. Das Material ist sehr elastisch und besitzt eine hohe Sprungkraft.

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Aufgrund seines hohen Feuchtigkeitstransportvermögens und der stets guten Belüftung gewährleistet es ein trockenwarmes Schlafklima. Rosshaar ist besonders für stark schwitzende Personen geeignet.

Latexierte Kokosfaser

Kokosfasern stammen aus den Faserpolstern der Kokosnuss und sind sehr atmungsaktiv und widerstandsfähig. Dank der Verbindung mit Latex werden sie dauerelastisch und können damit den Körperdruck hervorragend abfedern. Das Material wirkt zudem wärmeisolierend und feuchtigkeitsregulierend.

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Latexierte Kokosfasern ermöglichen die Herstellung von Matratzenkernen mit unterschiedlichen Härtegraden, die wichtig sind bei der Auswahl einer Matratze. Je höher das Körpergewicht, desto höher sollte der Härtegrad sein. Latexierte Kokosfasern befinden sich beispielsweise im Matratzenkern der Heidi Kindermatratze von Dormiente.

Bio-Baumwolle

Diese Baumwolle stammt aus konsequent kontrolliert biologischem Anbau. In bestimmten Abständen wird beim Anbau eine Fruchtfolge eingesetzt. Damit bleibt das Gleichgewicht erhalten, da der Boden mit dieser Bio-Anbaumethode nicht ausgelaugt werden kann.

© Paul Hill / Fotolia.com
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Die aus 90 % Zellulose bestehende Faser wird aus den feinen weißen Samenhaaren der Baumwollpflanze hergestellt. Bei der Weiterverarbeitung werden keine umweltschädlichen Verfahren und Hilfsmittel eingesetzt. Die Faser ist sehr reißfest und sehr strapazierfähig. Außerdem ist sie fähig, bis zu 65 % ihres Eigengewichtes an Flüssigkeit aufzunehmen. Jedoch trocknet sie sehr schnell. Ihre Oberflächenstruktur ist fast ganz geschlossen, sodass sie sehr anschmiegsam, weich und kühl auf der Haut wirkt.

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Das hautfreundliche Material bewährt sich besonders in Matratzenbezügen und verfügt je nach Art Webeart der Baumwolle über eine hohe Atmungsaktivität und Luftdurchlässigkeit. Dank ihrer sehr guten Widerstandsfähigkeit gegen Motten und Milben wird Bio-Baumwolle von sensiblen Menschen, wie beispielsweise Allergikern, besonders bevorzugt.

Kapok

Kapokfasern werden aus den Schoten des aus den Tropen stammenden Kapokbaumes gewonnen. Die Fasern verfügen über einen hohen Luftanteil von rund 80 %. Damit sind die Fasern äußerst wärmeisolierend und atmungsaktiv.

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Da sie von einer wasserabweisenden Wachsschicht eingehüllt sind, kann kein feuchtwarmes Klima entstehen. Matratzenbezüge aus Kapok wirken für viele Menschen im Winter wärmend und im Sommer kühlend.

Renommierte Naturmatratzen-Hersteller

ÖKO Planet

ÖKO Planet, ein Unternehmen, das sich auf ökologische Produkte spezialisiert hat, stellt neben ökologischen Haushaltswaren auch Bettwaren für Allergiker sowie Naturmatratzen her. Die auf Schadstoffe geprüften Schlafunterlagen mit optimalem Liege- und Schlafkomfort erfüllen die höchsten Ansprüche an Langlebigkeit, Punktelastizität und Temperaturregulierung.

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Einige Naturmatratzen von ÖKO Planet verfügen über mehrere Liegezonen, um die Rücken- und Wirbelsäulenkontur abzufedern und den Liegedruck auf die Matratzenfläche optimal zu verteilen. Für die bei 60 °C waschbaren Matratzenbezüge setzt ÖKO Planet hauptsächlich Bio-Baumwolle ein. Manchmal in Verbindung mit Bio-Leinen. Die Bezüge sind außerdem mit einem teilbaren Reißverschluss versehen, sodass sie leichter abgenommen werden können.

Dormiente

Auch das Unternehmen Dormiente hat sich der Produktion von Naturmatratzen verschrieben. Dabei achtet das Unternehmen besonders auf elektrobiologische Neutralität und eine gute Klimaregulierung.

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Im Sortiment an Bio-Matratzen befinden sich auch Naturmatratzen, die aufgrund ihres Aufbaus entweder speziell für Frauen oder speziell für Männer geeignet sind.