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Nachtschweiß verhindern

«So wirken Sie nächtlichem Schwitzen entgegen»

Einen halben Liter Schweiß pro Nacht gibt der Mensch im Normalfall ab. Diese Menge ist völlig normal und Sie müssen sich darüber keine Gedanken machen. Bei Menschen, die an Nachtschweiß (nächtliche Hyperhidrose) leiden, ist diese Menge deutlich erhöht. Betroffene können jedoch bestimmte Maßnahmen anwenden, um die nächtlichen Schweißausbrüche abzuschwächen oder ganz zu verhindern.

Nachtschweiß – unangenehmer Schlafbegleiter

Nächtliches Schwitzen kann Betroffenen gehörig den Schlaf rauben. Das Bettzubehör ist meist so nass geschwitzt, dass die Bettwäsche und der Schlafanzug gewechselt werden müssen. An einen ruhigen und erholsamen Schlaf ist dabei nicht zu denken. Mit bestimmten Gegenmaßnahmen wie beispielsweise mit den richtigen Materialien für Nachtwäsche und Bettzubehör können Sie jedoch Nachtschweiß verhindern oder so weit einschränken, dass er erträglich ist.

Naechtliche Albtraeume koennen zu Nachtschweiss fuehren
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Verschiedene Gründe für starkes Schwitzen in der Nacht

Nachtschweiß kann viele verschiedene Ursachen haben. Diese können harmlos oder durch Krankheiten bedingt sein.

Nicht krankhaft bedingte Gründe können zum Beispiel sein:

  • Umgebungstemperatur oder Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu hoch
  • nächtliche Albträume
  • gestörter Biorhythmus – durch zu wenig Schlaf oder extrem unterschiedliche Einschlafzeiten
  • zu viel Stress im Alltag, sodass verdrängte Probleme mit ins Bett getragen werden
  • hormonell bedingte Schweißausbrüche (Wechseljahre oder Pubertät)
  • hoher Genussmittelkonsum, zum Beispiel zu viel Alkohol oder Nikotin
  • Drogenkonsum
  • bestimmte Medikamente, zum Beispiel Antidepressiva
  • Schwangerschaft
  • zu scharfe Gewürze vor dem Schlafengehen

Folgende Krankheiten können Auslöser für nächtliches Schwitzen sein:

  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Leukämie
  • Regulationserkrankungen der Schilddrüse
  • Infektionskrankheiten (z. B. Grippe, Pfeiffersches Drüsenfieber oder HIV)
  • Epilepsie

Mögliche Maßnahmen gegen Nachtschweiß

Vor dem Schlafen entspannen

Neben Erkrankungen spielen psychische Faktoren eine große Rolle, wenn es um Nachtschweiß geht. Ursachen sind zum Beispiel Sorgen, Unzufriedenheit oder Ängste, die häufig bis in die Träume hinein die Betroffenen während des Schlafs begleiten. Deshalb ist es wichtig vor dem Schlafengehen den Stresspegel zu reduzieren und sich bewusst zu entspannen. Leise Musik, ein gutes Buch oder Meditation kann dabei hilfreich sein. Der Fernseher sollte ausgeschaltet bleiben.

Vor dem Schlafen bei einem guten Buch entspannen
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Schlafraum gut lüften

Der Schweiß in der Nacht wird besonders oft durch zu hohe Temperaturen im Schlafzimmer ausgelöst. Wer kalte Füße hat, sollte deshalb lieber eine Wärmflasche verwenden, anstatt die Heizung aufzudrehen. Ebenfalls ist es ratsam, vor dem Schlafengehen gut durchzulüften. Die ideale Temperatur im Schlafzimmer liegt um die 18 °C. Im Sommer können diese Temperaturen allerdings nicht immer eingehalten werden. Wer tagsüber ein Verdunklungsrollo einsetzt und am Abend den Raum gut durchlüftet, kann die Temperatur jedoch erheblich senken.

Schlafraum gut lueften
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Ernährungsgewohnheiten anpassen

Gegen nächtliche Schweißausbrüche, die nicht unbedingt auf einer Krankheit beruhen, kann eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten helfen. Denn Schweißausbrüche in der Nacht können auch durch den Genuss von zu scharfem, zu fettem oder üppigem Essen und ebenso durch erhöhten Alkoholkonsum auftreten. Zu viel Koffein kann den Kreislauf und das Verdauungssystem aus dem Gleichgewicht bringen und ebenfalls zu Schwitzattacken in der Nacht führen. Mineralwasser oder Tee sind viel bekömmlicher für die Nachtruhe. Salbeitee hilft außerdem gegen nächtliche Schweißausbrüche.

Ernaehrungsgewohnheiten anpassen
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Das richtige Bettzubehör verwenden

Häufig entsteht übertriebenes nächtliches Schwitzen durch ein schlechtes Schlafklima. Dieses wird nicht nur durch eine zu hohe Schlafzimmertemperatur erzeugt, sondern auch durch falsche Materialien im Bettzubehör und in der Nachtwäsche. Folgende Tipps können Ihnen helfen, Nachtschweiß zu verhindern.

Livingcrafts Damen-Schlafanzug aus 100 Prozent Bio Baumwolle dunkelblauRichtiges Material für den Schlafanzug

Der Schlafanzug für Menschen, die leicht zum Schwitzen neigen, sollte luftig und leicht sein. Er sollte nicht eng anliegen. Darüber hinaus sollte er aus natürlichen, atmungsaktiven und kühlenden Materialien wie Baumwolle, Seide oder Viskose bestehen.

Ganz besonders ist Baumwolle eine gute Wahl, da sie sehr strapazierfähig und pflegeleicht ist.

Außerdem kann sie viel Feuchtigkeit aufnehmen und trocknet recht schnell. Für ein hohes Feuchtigkeitsmanagement und eine gute Atmungsaktivität sorgt auch Nachtwäsche aus Mikrofaser, die jedoch aus synthetischen Rohstoffen gefertigt wird.

Matratze mit Klimaregulierung

Menschen, die nachts schwitzen, sollten auf einer klimatisierten Matratze schlafen, die speziell für die Verwendung in den Sommermonaten hergestellt wird. Eine klassische Sommermatratze besitzt meist vertikale Lüftungsbohrungen im Schaumkern, sodass die Luft gut zirkulieren kann. Dabei werden überschüssige Feuchtigkeit und Wärme besser abtransportiert.

Am kühlsten wirken jedoch Taschenfederkernmatratzen.

Durch die Bewegung im Schlaf wird hier eine Art Pumpeffekt ausgelöst, der für einen guten Luftaustausch sorgt. Matratzen aus Naturlatex sind ebenso als Sommermatratze zu verwenden. Neben guten Belüftungseigenschaften verfügt sie zudem über eine gute Umweltverträglichkeit und eine antibakterielle Widerstandskraft.

OEKO Planet Naturlatex Matratze Best Comfort Bio schuetzt vor unnoetigem Schwitzen OEKO Planet Kaltschaum Matratze Best Comfort unnoetiges Schwitzen wird vermieden

Natürlich trägt auch der Matratzenbezug zu einem guten Schlafklima bei. Er sollte deshalb über einen hohen Anteil an Viskose (Lyocell) verfügen, da diese hautfreundliche Faser aus Zellulose sehr atmungsaktiv und saugstark ist. Sie kann bis zu 25 % mehr Feuchtigkeit aufnehmen als Baumwolle.

Irisette Sommersteppbett Micro Thermo Fuellung besteht aus klimaregulierenden 4LochfasernLeichte und luftige Bettdecken

Eine unpassende Bettdecke ist ebenso häufig für nächtliches Schwitzen verantwortlich. Menschen, die an nächtlicher Hyperhidrose leiden, sollten spezielle Sommerbettdecken verwenden, da diese sehr dünn sind und die überschüssige Wärme gut abtransportieren.

In einigen dieser Bettdecken sind zusätzlich Klimazonen eingearbeitet. Füllmaterialien wie Baumwolle, Seide, Kamelflaum oder Lyocell sind für Sommerbettdecken ideal.

Kühlende Sommerbettwäsche

Sommerbettwäsche aus Baumwolle, Satin, Perkal, Renforcé oder Jersey besonders gut geeignet, wenn Sie unter Nachtschweiß leiden. Die atmungsaktive und kühlende Bettwäsche nimmt viel Feuchtigkeit auf und gibt sie an die Umgebung ab.

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Zudem sind diese Stoffqualitäten sehr pflegeleicht, damit die Bettwäsche regelmäßig gewechselt werden kann. Auch das Spannbettlaken sollte dementsprechend aus diesem Material bestehen.

Das richtige Kopfkissen

Wer nachts viel schwitzt, der sollte auch auf die richtige Kopfkissen– und Bettzubehör-Wahl achten. Auf ein weiches Kuschelkissen sollte man verzichten. Das ist zwar schön bequem, aber es wärmt zusätzlich und regt gerade zum übermäßigen Schwitzen an.

fan Nackenstuetzkissen Vario 2Besser ist ein festeres Kopfkissen, beispielsweise ein Nackenstützkissen, da es meist mit einem Klimabezug ausgestattet und mit Lüftungskanälen versehen ist. Damit kann es Nachtschweiß verhindern. Wer nicht ohne das weiche Kuschelkissen auskommt, sollte lieber zu einem Kopfkissen greifen, das mit luftigen, leichten und natürlichen Materialien wie die Sommerbettdecken gefüllt ist.

Nachtschweiß verhindern ist einfach

Wer das richtige Bettzubehör auswählt und seine Lebens- und Essgewohnheiten umstellt, der kann übermäßige Schweißattacken verhindern oder diese bei bestimmten Krankheiten zumindest soweit einschränken, dass er ruhigen und erholsamen Schlaf findet.