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Kaufberater Daunendecke

« Darauf kommt es bei Decken mit Daunenfüllung an »

Daunenbettdecken gehören zu den beliebtesten Deckenarten. Doch warum ist das so? Durch welche Vorzüge Sie bei Decken mit Daunenfüllung profitieren und was beim Kauf genau zu berücksichtigen ist, erfahren Sie hier.

Daunendecken sind Klassiker

Betty Daunendecke warmDaunen gehören zu den klassischen Füllmaterialien für eine gute Bettdecke und erfreuen sich aufgrund ihrer Eigenschaften nach wie vor großer Beliebtheit. Eine Daunendecke besitzt die Fähigkeit, Wärme zu speichern und den Körper dementsprechend zu wärmen. Sie erweist sich als sehr geschmeidig und angenehm kuschelig. Je höher der Daunenanteil, umso flauschiger und wärmender wirken die Daunenbetten. An kalten Tagen stellt das Material also eine hervorragende Option dar, um eine geruhsame und wohlige Nachtruhe zu genießen.

Beim Kauf gibt es ein paar Dinge, auf die Sie achten müssen.

Die Eigenschaften von Daunen und Federn

Daunen, auch als Flaumfedern oder Dunen bezeichnet, sind elastische, flockige, sehr leichte Federn, die über eine sehr hohe Wärmeisolation verfügen. Eine Daune besitzt keinen Kiel, aber dafür strahlenförmig angeordnete, lange und sehr weiche Filamente, die um einen Kern herum wachsen. Dabei umschließen sie durch ihre feinen Verästelungen ein großes Luftvolumen. Da stehende Luft ausgezeichnete Isolationseigenschaften besitzt, wärmen die Flaumfedern so gut. Außerdem besitzen sie eine große Füllkraft.

Irisette Jubiläum Daunen-BettensetDaunendecken können auch Federn enthalten, die ihnen etwas mehr Festigkeit zu verleihen.

Diese sind jedoch schwerer als die Daunen und besitzen weniger Füllkraft. Sie sollen zur Auflockerung der Daunen dienen.

Die meisten Daunenbettdecken sind mit der Kennzeichnung 90/10 versehen. Das bedeutet, dass darin 90 % Daunen und 10 % Federn enthalten sind.

Güteklassen des Füllmaterials

Das Füllmaterial der Daunendecken ist nach Güteklassen I bis VII eingeteilt. Die Klasse I gilt dabei als beste Füllung und als Originalware. Die so gekennzeichneten Bettwaren sind mit mindestens 95 % ungebrauchtem, neuem Gefieder von Wassergeflügel wie Gänsen oder Enten gefüllt. Bettdecken, die mit der Kennzeichnung „reine Gans“ versehen sind, dürfen allerdings 10 % Entenfedern enthalten.

Für Käufer von Daunenbettwaren ist im Grunde nur die Klasse I interessant.

Denn diese sollten bei einer Neuanschaffung stets darauf achten, dass ungebrauchte Daunen und Federn in Ihrer Bettdecke enthalten sind. Die Klassen II und III enthalten auch andere Elemente. Ab Klasse IV sind auch Federn von Landgeflügel wie Hühner enthalten.

Wesentliche Merkmale einer Daunendecke und worauf Sie beim Kauf achten sollten

Die Qualität der Hülle

Clima balance Daunendecke Classic MediumWichtig ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass die Hülle, auch Inlett genannt, stark und eng genug gewebt ist. Ist dies nicht gegeben, so könnte immer eine geringe Menge an Füllmaterial entweichen. Gleichzeitig soll die Hülle der Daunenbettdecke durchlässig für Feuchtigkeit sein, um eine optimale Ventilation zu gewährleisten.

Zudem darf die Hülle in der Bettwäsche nicht verrutschen. Sie muss geschmeidig und eng am Körper anliegen, damit sich keine Wärmebrücken bilden.

Hochwertige Hüllen bestehen aus Baumwollgarnen in den Qualitätsklassen Nm 100 bis Nm 270. Nm steht dabei für metrische Nummerierung. Sie gibt die Länge des Fadens an, der aus 1 g des entsprechenden Materials gewonnen wird. Je länger der Faden, umso feiner ist die Webstruktur. Manchmal wird auch Seide verarbeitet, obwohl es schwieriger ist, entsprechende daunendichte Hüllen aus ihr herzustellen.

Welche Steppung sollte die Hülle besitzen?

Damit eine gleichmäßige Verteilung der Daunen erhalten bleibt, sind die Bettdecken in kleinere Segmente unterteilt und abgesteppt. Bei einem sogenannten direkten Stepp, der für leichte Daunendecken verwendet wird, sind beide Seiten der Hülle direkt übereinander genäht.

Sansibar Daunen-Kassetten-DeckeFür wärmere Decken wird die sogenannte Kassettensteppung eingesetzt. Hierbei werden zwischen den beiden Seiten der Hülle Stege aus Stoff eingearbeitet. Diese können 2 bis 10 cm hoch sein, je nach Wärmegrad der Bettdecke. Die Stege bestehen aus Stoffstreifen und wirken isolierend und vermeiden Kältebrücken, da sie die Nahtstellen verdicken. Eine Daunenbettdecke mit Stegen ist zum Beispiel die Sansibar Kassettendecke. Sie besteht aus 4×6 Kassetten. Die Sansibar Decke ist außerdem mit 100 % Daunenanteil befüllt und sorgt daher für ein besonders zartes Gefühl auf der Haut.

Es gibt auch Kassettendecken, die über sogenannte Klimastreifen verfügen, wie beispielsweise die Climabalance Classic Warm. Diese Streifen sorgen für eine gute Luftzirkulation, vermeiden Hitzestau und leiten Feuchtigkeit ab. Die Ausführung enthält zu 90 % Daunen und 10 % Federn der Klasse I. Zudem ist die Climabalance Daunendecke hygienisch sehr wertvoll, da sie bei 60° Grad waschbar ist.

Der richtige Wärmegrad

Dies ist ein weiteres wichtiges Merkmal einer Daunenbettdecke, das Sie unbedingt bei Ihren Vorüberlegungen miteinbeziehen sollten. Denn über ihn bestimmen Sie die Schlafumgebung, in der Sie gern schlafen möchten. Je höher der Wärmegrad der Bettdecke ist, umso stärker wird Ihre Körperwärme am Körper gehalten. Er wird in vier Stufen eingeteilt.

Wählen Sie den für Sie richtigen Wärmegrad
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Wärmegrad 1

Dieser Grad gilt für Sommerbettdecken. Eine Sommer Daunendecke ist sehr leicht und besitzt keine Stege. Sie ist wunderschön luftig und mit 90 % oder 100 % Gänsedaunen gefüllt, wie zum Beispiel die leichte Daunendecke von Sansibar. Solche Decken sind besonders gut für die Sommerzeit geeignet und passen zu Menschen, denen schnell warm wird.

Wärmegrad 2

Decken für das Sommerhalbjahr, sogenannte Übergangsbettdecken, besitzen den Wärmegrad 2. Diese leichten Daunendecken sind für einen milden Herbst, für das Frühjahr, kühle Sommer und besonders für Personen geeignet, die in einem warmen Schlafzimmer schlafen oder nicht so schnell frieren.

Wärmegrad 3

Diese Decken sind perfekt für das Winterhalbjahr und nicht zu kalte Winter geeignet. Viele Kassettendecken dieser Wärmekategorie besitzen Stege zwischen 1,5 und 2,5 cm. Sie sind durchschnittlich warm und eine sehr gute Wahl für jeden, der nur eine einzige Bettdecke im Jahr verwendet. Ist der Winter jedoch sehr kalt, dann sollte eine Decke mit dem Grad 4 gewählt werden.

Wärmegrad 4

Solch ein Modell ist eine perfekte Winterbettdecke. Sie besitzt meist eine Kassettensteppung mit Stegen zwischen 2 und 10 cm, um eine optimale Isolation zu gewährleisten. Sie sind prädestiniert, wenn Sie leicht frösteln und es mollig warm bevorzugen.

Die richtige Füllkraft

Betty Daunendecke ExtraleichtDie Füllkraft ist die Bauschkraft einer Daune. Sie beschreibt die Fähigkeit, das ursprüngliche Volumen nach einer gewissen Zeit der Kompression zurückzuerlangen. Dieses Qualitätsmerkmal ist sehr stark abhängig vom verwendeten Füllmaterial sowie von seinem Volumen. Dabei ist besonders das Gewicht der Daunendecke entscheidend. Je höher die Füllkraft ist, desto besser können die Daunen isolieren und wärmen.

Je weniger Füllgewicht für dasselbe Volumen benötigt wird, umso besser ist die Daune. Eine hochwertige Daunenbettdecke ist daher leicht und dennoch wunderbar wärmend.

Die richtige Bettdeckengröße

Die meisten Daunenbettdecken sind 135 bis 260 cm breit und 200 bis 240 cm lang. Für die Bestimmung der Mindestbreite sollten Sie zu Ihrem Körperumfang 40 cm dazu addieren. Eine Daunendecke in den Maßen 135×200 cm ist für normalgroße Menschen geeignet. Für Personen ab einer Körpergröße von 180 cm ist ein Modell mit 155×220 cm empfehlenswert.

Daunensteppbett EasyDream

Suchen Sie allerdings eine Doppelbettdecke, so sollten Sie darauf achten, dass sie an beiden Seiten ein großes Stück über den Bettrand hinausschaut.

Die Vorteile einer Daunendecke im Überblick

Insgesamt überzeugt eine solche Bettdecke mit etlichen Vorzügen. Auf den Punkt gebracht, sorgt sie für eine ideale Abtragung der Feuchtigkeit und nimmt Wärme gut auf. Sie ist isolierend und dabei angenehm anschmiegsam. Diese Attribute machen die Daunendecke zum flauschigen Bettzubehör, dass für jeden geeignet ist, der eine Bettdecke braucht, in der er sich einkuscheln kann. Um das Bettzubehör zu komplettieren, empfiehlt sich zudem ein Daunenkissen.

Hierbei darf der Daunenanteil ruhig etwas geringer ausfallen, denn je mehr Federn es enthält, desto fester ist das Kissen – gerade für Rückenschläfer ist das vorteilhaft.

Insgesamt sind Daunen zurecht ein beliebtes Füllmaterial und ermöglichen hohen Schlafkomfort – wenn Sie gewisse Vorüberlegungen getätigt haben und wissen, was Sie brauchen.