Startseite | Besser (ein)schlafen | Darf der Hund im Bett schlafen?
© manushot / Fotolia.com

Darf der Hund im Bett schlafen?

«Von Rangordnung und hygienischen Aspekten»

Aus der Frage, ob ein Hund im Bett schlafen darf oder nicht, ergibt sich immer eine individuelle Antwort. Denn ebenso wie wir Menschen haben Tiere ein ganz unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe. Ob jedoch ein Tier im Bett schläft oder nicht, wichtig ist immer, dass sich sowohl das Tier als auch der Mensch dabei wohlfühlt.

Für viele ist der Hund mehr als nur ein Haustier, sondern ein Familienmitglied, das es ebenso wie die Menschen rundum bequem haben soll. Entsprechend soll das Tier auch einen komfortablen Schlafplatz haben.

Auch ein Hund benötigt einen bequemen Schlafplatz
© freischnauze / Fotolia.com

Dabei stellt sich häufig die Frage, ob es sinnvoll ist, den Hund im Bett schlafen zu lassen. Mittlerweile darf in Deutschland jedes fünfte Tier mit im Bett schlafen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass Menschen und Vierbeiner sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben und sich auf jedem Fall wohlfühlen sollten, egal, ob sie sich den Schlafplatz teilen oder nicht.

Softsan Allergy Wash KissenBei Frauchen oder Herrchen im Schlafzimmer geht es dem Hund gut

Auch wenn sich die meisten Hundebesitzer anfangs strikt gegen einen Hund im Bett aussprechen, so erweichen doch viele Haustiere das Herz ihres Frauchens oder Herrchens. Früher oder später landen die meisten Vierbeiner zufrieden schlafend auf der Bettdecke oder dem gemütlichen Kissen. Auch viele Menschen fühlen sich dabei sichtlich geborgen. Sie können mit einem Hund im Bett besser einschlafen – insbesondere alleinstehende Personen. Gerade wenn man alleine lebt, dann kann ein Haustier im Bett ein subjektives Gefühl von Geborgenheit uns Sicherheit spenden. Etliche Menschen geben auch an, dass es ihnen gut tut, wenn sie den vierbeinigen Freund streicheln. Eine kleine Streicheleinheit vor dem Schlafengehen erfreut nicht nur das Haustier, sondern kann durchaus für den Menschen entspannend wirken. Außerdem können die tierischen Begleiter mit ihrem flauschigen Fell wärmen, wenn sie sich nah an sie herankuscheln – vor allem in den kalten Wintermonaten.

f.a.n. Kaschmir 4 Jahreszeiten BettdeckeEs gibt also viele Gründe, den Hund im Bett schlafen zu lassen. Dabei ist jedoch wichtig, dass dem tierischen Freund einige Anweisungen gegeben werden, die er zu beachten hat.

Konsequente und klare Anweisungen für den Hund von Anfang an

Schon zu Beginn des Zusammenlebens mit dem Vierbeiner sollte festgelegt werden, ob er mit ins Nachtlager darf oder nicht. Die Hundehalter sollten in dieser Hinsicht von Anfang an konsequent sein. Dabei ist allerdings immer bei Tieren, die von vornherein zu Dominanz neigen, Vorsicht geboten. Häufig deuten sie das Zugeständnis einer erhöhten Liegeposition als eine Aufwertung ihrer Position im Rudel. Falls eines Tages ein neuer Partner des Hundehalters dem den Schlafplatz streitig macht, kann es zu großen Schwierigkeiten kommen. Dominante Haustiere verstehen diese Situation meist als ein Eingreifen in die Rangordnung und reagieren unter Umständen dementsprechend aggressiv.

Die Hygiene darf nicht unterschätzt werden

Hygiene für Mensch und Tier
© adogslifephoto / Fotolia.com

Bettwäsche regelmäßig waschen

Wer sein Hund im Bett schlafen lassen möchte, sollte weiterhin die Hygienemaßnahmen nicht unterschätzen. Denn die Tiere bringen Schmutz von Spaziergängen im Freien mit ins Nachtlager. Aus diesem Grund sollte die hochwertige Bettwäsche häufiger gewechselt und gewaschen werden, wenn ein Hund im Bett schläft. Tierhaare können mit klebrigen Fusselrollen oder mit einem angefeuchteten Mikrofasertuch beim täglichen Bettenmachen entfernt werden.

Gesundheitliche Aspekte beachten

Nicht nur das Schlaflager, sondern auch das Haustier selbst benötigt eine gute Pflege. Es sollte zwei- bis dreimal im Jahr gegen Würmer, Zecken und Flöhe behandelt werden.

Estella Mako-Satin Bettwaesche Leroy

Denn ansonsten könnten Krankheiten übertragen werden, wie zum Beispiel die Borreliose. Am besten können hygienische Gefahren ausgeschlossen werden, wenn die Tiere so weit wie möglich vom Gesicht entfernt schlafen, zum Beispiel auf einer eigenen Kuscheldecke. Ist das Tier oder der Mensch krank, dann ist es besser, wenn beide für einige Zeit getrennt voneinander schlafen.

Asthmatiker und Allergiker sollten definitiv keine Haustiere ins Bett holen.

Differenzen im Schlafrhythmus

Im Durchschnitt ruhen oder schlafen Hunde 16 bis 20 Stunden am Tag. Das kommt natürlich ganz auf die Rasse an. Daher unterscheidet sich ihr Schlafrhythmus im hohen Maße von dem eines Menschen. Deshalb ist ein eigener Rückzugsort unbedingt ratsam. Auch, wenn es in der Nacht mit ins Schlaflager darf, sollte der eigene Schlafplatz rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Ein geeigneter Rückzugsort ist wichtig
© laurenpretorius / Fotolia.com

Gibt es keinen eigenen Rückzugsort für das Tier, so kann es möglich sein, dass es zu viel Platz im Bett vereinnahmt und die eigenen Schlafgewohnheiten beeinträchtigt. Darunter leidet natürlich die Schlafqualität. Haben sie zwei Haustiere, dann kann es sogar passieren, dass diese mitten in der Nacht durchaus miteinander spielen und Herrchen und Frauchen wecken.

Eigener Schlafplatz im Schlafzimmer

Wenn der Hund im Bett immer wieder aufwacht und danach umherläuft, kann das die Nachtruhe der Menschen stören. Deshalb sollte immer die Schlafzimmertür geöffnet bleiben, damit sich das Tier in der Wohnung frei bewegen kann. Dabei kann sein Schlafplatz ruhig im Schlafzimmer eingerichtet werden. Da Hunde gern den Überblick behalten, kann der gut gepolsterte Hundeschlafplatz, zum Beispiel mit einer Liegefläche aus Viscoschaum, auf einem kleinen Podest oder einer anderen minimalen Erhebung im Zimmer stehen. Höher als der Schlafplatz der Menschen sollte er aber nicht sein. Dabei sollte sich der Vierbeiner auf seinem Platz gut strecken können.

Das passende Hundekörbchen
© Jörg Hüttenhölscher / Fotolia.com

Der Schlafplatz sollte nicht in dunklen Ecken im hinteren Bereich des Raumes stehen. Er sollte sich schon in der Nähe des menschlichen Nachtlagers befinden. Viele Hundebesitzer merken schnell, wo ihr Haustier sich am liebsten aufhält und können den Schlafplatz dementsprechend einrichten.