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Bettwäsche wechseln und waschen

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In einem frisch bezogenen Bett schläft es sich doch immer noch am besten! Neben Matratze & Co. spielen auch Bettlaken, Kopfkissen- und Bettbezug, eine entscheidende Rolle für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Sie schützen Decke, Matratze und Kissen, regulieren die Feuchtigkeit und sorgen für ein wohliges Gefühl. Da wir durchschnittlich ein Drittel des Tages mit unserer Bettwäsche in Kontakt sind, sollte sie regelmäßig gewaschen werden.

Bettbezüge und Laken stehen unter Dauerbelastung

Unser Körper verliert während wir schlafen über die Hautporen Feuchtigkeit. Diese wird von Bezügen und Laken aufgenommen und nach und nach an die Umgebungsluft abgegeben. Zudem verlieren wir auch Härchen und Hautschüppchen, die Milben anziehen. Dies ist ganz natürlich und lässt sich nicht vermeiden.

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Damit wir aber stets in einem sauberen Bett schlafen und gesund bleiben, ist es sehr wichtig, dass wir in regelmäßigen Abständen unsere Bettbezüge und Laken wechseln und reinigen. Denn wird die Wäsche zu selten gewechselt, können sich Milben, Bakterien und Pilze vermehren, da sie feuchtwarmes Klima mögen.

Bettwäsche wechseln – wie oft?

Für einen gesunden Menschen ist es aus hygienischer Sicht ausreichend, wenn er seine Bettwäsche alle 2 oder 3 Wochen wechselt. Menschen, die jedoch sehr stark schwitzen, nackt schlafen, an einer Hausstaubmilbenallergie leiden oder öfter im Bett lesen oder frühstücken, sollten Bettlaken und Bezüge jede Woche wechseln. Auch Haustierbesitzer sollten ihren Bettbezug öfter wechseln.

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Sogenannte Encasings für Allergiker werden hingegen nur alle 2 bis 3 Monate gewechselt und gewaschen.

Bettwäsche waschen – bei welcher Temperatur?

Die Wahl der Waschtemperatur ist abhängig vom Material der Betttextilien, wie beispielsweise Baumwolle, Leinen, Seide und Mikrofaser. Ebenso ist darauf zu achten, ob es sich um farbige oder weiße Laken und Bezüge handelt.

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Weiße Baumwollbettwäsche kann bei bis zu 95 °C gewaschen werden, während farbige Baumwolltextilien sowie Mikrofaserbettwäsche bei maximal 60 °C gereinigt werden dürfen. Leinen verträgt eine Waschtemperatur von 40 °C und Seide nur 30 °C. Das ist jedoch nicht tragisch, da beide Materialien antibakteriell wirksam sind. Außerdem bietet Seide Hausstaubmilben keinen Lebensraum, sodass auch Allergiker beruhigt darin schlafen können.

Auf die angegebenen Pflegesymbole achten

Beim Waschen der Bezüge sind stets die Pflegesymbole auf der Textilkennzeichnung zu beachten. Die angegebenen Symbole bedeuten der Reihe nach von rechts nach links:

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Chemische Reinigung

Dieses Symbol – ein runder Kreis – gibt die Arten der professionellen Textilreinigung an. Ein durchgestrichener Kreis bedeutet, dass die Wäsche nicht chemisch gereinigt werden darf. Ein leeres Symbol gibt an, dass eine chemische Reinigung möglich ist. Bettlaken und Bettbezüge werden in der Regel nicht chemisch gereinigt.

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Bügeln

Im abgebildeten Bügeleisen befinden sich ein, zwei oder drei Punkte. Diese stehen für die zu verwendenden Temperaturen.

  • Ein Punkt: 110 °C
  • Zwei Punkte: 150 °C
  • Drei Punkte: 200 °C

Ein durchgestrichenes Bügelsymbol gibt an, dass die Wäsche nicht gebügelt werden darf. Ob es sich lohnt Bettlaken und Bezüge auch wirklich zu bügeln, wenn sie gebügelt werden dürfen, ist natürlich jedem selbst überlassen.

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Zum Beispiel ist das Bügeln bei Seersuckerbettwäsche nicht notwendig. Aufgrund ihrer Struktur würde sie gar nicht richtig glatt werden. Wer Bettbezüge bügeln möchte, sollte Sie immer auf Links bügeln.

Trocknen

Das nächste Symbol ist das Trocknersymbol. Ist es durchgestrichen, ist Trocknen mit dem Trockner verboten. Ist es leer, darf die Wäsche im Trockner getrocknet werden. Ist das Symbol mit einem Punkt versehen, dürfen die Textilien nur mit niedrigen Temperaturen getrocknet werden.

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Bettwäsche wird herrlich weich, wenn sie im Trockner bei niedriger Temperatur vorgetrocknet und dann an der frischen Luft fertig getrocknet wird. Einige Materialien, wie zum Beispiel Seide, dürfen jedoch nicht im Trockner getrocknet werden.

Bleichen

Ist ein durchgestrichenes Dreieck abgebildet, ist Bleichen verboten. Bei einem leeren Dreieck darf das Textil gebleicht werden. Im Grunde sollte aber nur weiße Baumwollbettwäsche gebleicht werden.

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Waschen

Sollte dieses Symbol durchgestrichen sein, dann darf das Textil nicht in die Waschmaschine. Für Textilien, die nur per Handwäsche gewaschen werden dürfen, ist immer eine Hand abgebildet. Das trifft bei Bettlaken und Bettbezügen jedoch nicht zu. Hier ist in diesem Symbol immer die Waschtemperatur angegeben.

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Befindet sich ein Strich unter dem Waschsymbol, darf die Wäsche nur im Schongang geschleudert werden. Bei zwei Strichen darf das Textil nicht geschleudert werden. Die meisten Materialien für Bettwäsche dürfen geschleudert werden.

Bettbezug und Laken vor dem ersten Gebrauch waschen

Betttextilien sollten vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden. Und zwar immer mit der auf der Textilkennzeichnung angegebenen Temperatur.

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Damit die Farbe fixiert wird, sollte alles was in die Maschine wandert, auf Links gedreht und allein gewaschen werden. Denn es kann bei neuer Bettwäsche vorkommen, dass Farbreste abgegeben werden, die andere Wäsche färben würden.

Das richtige Waschmittel verwenden

Bei weißen Bezügen reicht ein Vollwaschmittel vollkommen aus. Für farbige Bettbezüge ist ein Colorwaschmittel sehr gut geeignet. Sollte Wäsche gewaschen werden, die keine 60 °C verträgt, ist eine Hygienespülung ratsam, die nicht unbedingt aus dem Handel sein muss, sondern auch aus ätherischem Zitronenöl bestehen kann. Denn auch das wirkt desinfizierend. 10 Tropfen reichen schon aus.

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Mit oder ohne Weichspüler waschen?

Ob Weichspüler verwendet wird oder nicht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Jedoch gilt allgemein, dass Bettlaken und Bezüge einen Teil ihrer Saugfähigkeit nach dem Spülen mit Weichspüler verlieren. Deshalb ist es ratsam, auf ihn zu verzichten. Außerdem kann der Duft von Weichspülern häufig Kopfschmerzen verursachen.

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Bettbezüge zum Waschen auf Links drehen

Damit die Farben geschont werden und das Gewebe der Bettwäsche sich nicht zu schnell abnutzt, sollten Bett- und Kopfkissenbezüge zum Reinigen auf Links gedreht werden. Ebenso wichtig ist es, den Reißverschluss oder die Knöpfe zu schließen, damit sich der Bezug nicht wieder herumdrehen kann.

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Ein geschlossener Reißverschluss verhindert auch, dass sich Flusen an der Außenseite der Bettwäsche absetzen. Bei Flanellbiber kann das zum Beispiel schnell geschehen.

Bezüge und Laken nicht mit anderer Wäsche in der Maschine waschen

Bettlaken und Bettbezüge sollten nicht mit anderen Textilien in der Waschmaschine gewaschen werden. Am besten ist es, immer nur ein Set, bestehend aus Bettbezug, Laken und Kopfkissenbezug zu reinigen. Die großen Wäschestücke benötigen Bewegungsfreiheit, damit sie optimal gereinigt werden.

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Eine andere Möglichkeit wäre, zwei Kopfkissenbezüge und zwei Bettbezüge gemeinsam in einem Vorgang zu reinigen und später zwei Laken im nächsten Waschvorgang zu verwenden. Damit sind die Farbverhältnisse noch besser angepasst. Denn die Farben der zu waschenden Wäsche sollten immer aufeinander abgestimmt sein.

Unser Fazit zum Waschen und Wechseln von Bettbezug und Co.

Saubere Bettlaken und Bezüge sind für einen gesunden und erholsamen Schlaf ebenso wichtig, wie das richtige Schlafsystem. Da wir nachts viel Flüssigkeit und Hautschüppchen verlieren, sollten die Bezüge und Laken regelmäßig gewechselt und gewaschen werden. Am besten alle zwei bis drei Wochen. Allergiker oder Menschen, die sehr stark schwitzen, sollten ihre Bezüge jede Woche wechseln.

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Milbenschutzbezüge (Encasings) müssen jedoch nicht so oft gewechselt werden. Achten Sie beim Waschen immer auf die Pflegehinweise auf dem Wäschelabel und verwenden Sie am besten keinen Weichspüler, da dieser die Saugfähigkeit herabsetzt.